Sitzumbauten

Das Umbauen vorhandener Sitzstrukturen hat Tradition

Schon zu Beginn unserer Tätigkeit haben wir uns mit der optischen Veränderung vorhandener Sitzstrukturen befasst. Entstanden ist ein Verfahren, das gegenüber herkömmlichen Polsterungen vorteilhafte Eigenschaften hat.

Bei einer Umpolsterung wird normalerweise der Sitz weitgehend zerlegt. Hierzu müssen Armlehnen und Kunststoffblenden komplett demontiert werden. Anschließend wird der Originalbezug völlig ab­gezogen. Der Ausbau des Sitzes aus dem Fahrzeug ist unabdingbar.

Nicht so …
… bei unseren neuen Polsterbezügen. Diese wurden absichtlich so konzipiert, dass sie von angelernten Mitarbeitern im Fahrzeug einge­baut werden können.

Die Vorteile:
– keine Ausbaukosten
– keine Beschädigungen am Fahrzeug durch den Ein- und Ausbau der Sitze
– keine großen logistischen Aufwendungen
– Montagezeit: 30 Min./Sitz

Mit unseren Umpolsterungen lassen sich die Konturen des Originalsitzes verändern und auf den individuellen Wunsch des Reisemobilherstellers abstimmen. Ob zusätzliches Nackenkissen, Gepäcktasche an der Rückseite der Lehne, verlängerte Oberschenkelauflage oder Ziernaht – zahlreiche Möglichkeiten lassen kaum Wünsche offen.

Die Vorgabe:
Ein normaler Fahrzeugsitz sollte derart verkleidet werden, dass er als hochwertiger Reisemobilsitz eingesetzt werden kann. Dazu war eine attraktivere Formgebung mit zusätzlichen Polstern für höheren Fahrkomfort nötig. Außerdem sollte dieser Umbau mit nur wenig Werkzeug am Band des Fahr­zeugherstellers möglichst im Reisemobil vorgenommen werden können.

Wir benötigen daher:
– einen Schraubenzieher mit Kreuzschlitz
– einen Schraubenzieher für Torx-Schrauben
– ein Cuttermesser
– eine Polsterzange und Polsterklammern

Am Beispiel eines Fiat Ducato Sitzes der Baureihe X250 möchten wir die Merkmale unserer Sitzumbauten verdeut­lichen. Natürlich lassen sich auch Sitze auf Basis des Ford Transits oder des Renault Masters entsprechend der indi­viduellen Wünsche des Reisemobilherstellers umbauen.

Zunächst werden die Armlehnen und alle Umbauteile abgeschraubt. Dann wird der Originalbezug vollständig abge­polstert.

Die Kopfstütze wird mit Schaumstoff verkleidet. Bei unserem Verfahren können wir für jeden Hersteller eine individuelle Kopf­stützenform anfertigen. Ohne Werkzeugkosten sind wir in der Lage, jede erdenkliche Kopfstützenkontur zu fertigen. Sogar Sitzflächen ließen sich z.B. mit einer verlängerten Oberschenkelauflage frei gestalten.

Der neue Polsterbezug – in der jeweiligen Wohnwelt des Herstellers – wird an der Originalkopfstütze befestigt und auf die Rückenlehne montiert. Dabei wird er an den gleichen Stellen befestigt, an denen auch das Originalpolster befestigt war.

Die Sitzfläche wird mit Polsterklammern im Kern des Sitzkissens verhakt. Diese feste Aufpolsterung mit Metallklammern verhindert dauerhaft ein Verschieben des Stoffes während des Gebrauchs. Auch ist die Formgebung bei diesem Verfahren weitaus besser als bei Schonbezügen.

Die Armlehnen müssen zum Aufpolstern demontiert werden. Fünf Schrauben sind hierzu an der Unterseite zu lösen.
Der Polsterbezug ist relativ schnell montiert. Wir haben weitgehend auf Nähte verzichtet. Somit entfällt das Glattlegen der Nahtzugaben.

Armlehnen lassen sich auf vielfältige Art und Weise umpolstern. Wir unterscheiden in:

– vollflächig verkleidete Original-Armlehne
– halbverkleidete Original-Armlehne
– umpolsterte und vollflächig verkleidete Original-Armlehne

Der Ausschnitt zum Betätigen des Handrades wurde mit Stoff verstärkt. Somit ist die Kontur des Ausschnittes fest und stabil.

Die Rückentasche …

… sorgt für zusätzliche Stau- und Ablagemöglichkeiten im Reisemobil.

Das zusätzliche Kopfstützenpolster … 

… gibt dem Sitz ein noch hochwertigeres Aussehen.

Die doppelte Kappnaht kennt man üblicherweise aus der Lederverarbeitung. Aber auch bei der Verarbeitung von Textilien verleiht diese Naht dem Sitz eine besondere Optik.
Gerade für den Fall, dass der Sitzumbau im Fahrzeug stattfinden soll, lässt sich mit dieser Naht die Polster­qualität erheblich verbessern.